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Regionales Derby

Cupfight der Herren lll

UHC Basel United – UHC Nuglar United 7:18 (2:5, 4:7, 1:6)

Es liefen die letzten 20 Sekunden in der Sandgrubenhalle und noch einmal warf der letztjährige Cupfinalist Nuglar United alles nach vorne, nahm den Torhüter raus und wollte die unterklassigen Basler mit vier Feldspielern noch ein letztes Mal vorführen. Doch das von Nuglar (vermutlich) beabsichtigte Ziel, die Tore 19 und 20 zu erzielen, wurde schon nach drei Sekunden von den Städtern sabotiert: Auf eine misslungene Ballannahme an der Seite, folgte sofort der Schuss ins leere Tor und somit der 7 Treffer für Basel United. Wenig später dann die Schlusssirene und die Begegnung war zu Ende.

Es war ein Spiel, das beste Unterhaltung und Dramatik bot: Da war bspw. die zweimalige Führung der Basler im ersten Drittel und der zweimalige Ausgleich von Nuglar, der Fehltritt von Spielertrainer Manuel Furger, der daraufhin mit einer Bänderverletzung aufgeben musste. Und schliesslich die die letzten Minuten des ersten Drittels, in welchen die Basler wie kopflose Hühner auf dem Feld umherirrten und Nuglar, wenig mitleidig, das Spiel in die gewünschte Bahn lenkte und noch vor der ersten Sirene mit 5:2 davonzog.

Doch die Jungs, welche in der Saison 2016/2017 noch in der 5. Liga gespielt haben, gaben sich noch nicht geschlagen und boten im zweiten Drittel dem Erstligisten noch einmal trotzig die Stirn. Nuglar war meist im Ballbesitz, aber Basel gefiel meist mit hervorragend organisierter Defensive. Und immer startete man erfolgreiche Konter: Bis auf 4:6 kam der Unterklassige noch einmal heran. Vor allem Matthias Stettler trug einen grossen Teil dazu bei: Der Basler Torhüter rief eine Wahnsinnsleistung ab und sorgte mit seinen Paraden mehrmals für Verwunderung auf Seiten der Gäste. Verdient wurde er am Ende des Spiels zum besten Spieler der Partie gewählt.

Doch je länger das Spiel dauerte, desto mehr wurde Nuglar seiner Favoritenrolle gerecht. Sehenswert und wunderbar schnell kombinierte sie sich durch das langsam müde werdende  Basler Bollwerk und so stand es kurz vor Schlusspfiff 18:6 für Gäste. Was folgte ist bekannt: Anstatt mit vier Feldspielern noch auf zwanzig Tore zu kommen, kassierte Nuglar noch ein Tor zum 7:18 Endstand. Ein schöner Abschluss für die Basler und ein wohl verkraftbarer Gegentreffer für Nuglar. Zufrieden schwirrten beide Teams in die Samstagnacht, wo Gerüchten zu Folge die Basler auf mysteriöse Art und Weise wieder zu Energie kamen und noch lange im Einsatz waren. 

 

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